Outfit

Farbe bekennen: Die richtige Farbauswahl für dein Outfit

Individualität vor Farbregel

Blog-Beitrag von in-online.ch Autor/in: Katrin Roth – sonrisa.ch

Jeder hat es bestimmt selber schon mal erlebt: In gewissen Outfits sehen wir einfach besser aus als in anderen. Wir haben Profis befragt, worauf es bei der Farbwahl ankommt.

Auf dem Papier klingt es ziemlich einfach: Je nach Erscheinungsbild der Augen, der Haut und der Haare lassen sich die Menschen in vier verschiedene Farbtypen unterteilen, die je einer Jahreszeit zugeordnet werden. Frühlings- und Herbsttypen, zeichnen sich durch einen warmen Unterton der Haut aus – erkennbar an den grünlichen Adern am Unterarm – und sehen mit gelbtönigen Farbnuancen am besten aus. Während die kalttonigen Sommer- und Wintertypen – mit bläulichen Adern auf der Innenseite der Arme – bei der Wahl von Outfits und allenfalls beim Makeup auf kühle, bläuliche Schattierungen setzen sollten. Tatsächlich stehen jedem Menschen aufgrund seiner äusseren Merkmale gewisse Farbtöne besser als andere, sagt die Buchautorin und frühere Chefin des Stil-Bundes der NZZ am Sonntag, Katharina Blansjaar («50 modische Legenden und wie man sie trägt» und «Ganz mein Stil»). Der Kategorisierung nach Jahreszeiten steht die Style-Expertin jedoch etwas kritisch gegenüber: «Viele Frauen färben sich die Haare, was eine Einordnung erschwert.»

 

Spassfaktor versus Regeln 

Ähnlich tönt es bei Schminkbar-Begründerin und Maskenbildnerin Bea Petri, die mit solchen Typologien ebenfalls etwas Mühe hat: «Für mich greift das viel zu wenig. Je nach Bräune etwa wirken Farben ganz anders an einem Menschen.» Ausserdem komme es bei der Suche nach typgerechten Outfits nicht nur auf die Farben an: «Zu bunte Kleider mit vielen Motiven können alt machen und umgekehrt stehen einfarbige Outfits eher einer reiferen Person.» Viel wichtiger als perfekt austarierte Farben, sagt Petri, seien schöne Stoffe sowie ein gepflegtes Gesamtbild. «Im Übrigen finde ich es äusserst langweilig, wenn eine Frau – oder auch ein Mann – immer die gleichen Farben trägt. Wir haben so viele Möglichkeiten, mit Mode zu spielen, das macht doch einfach Spass!» Auch die Stil-Expertin Blansjaar plädiert für einen lustvollen Umgang mit der Mode, zumal sich gerade bei Signalfarben vieles spielerisch erkunden lasse: «In einem roten Kleid fällt man so oder so auf, ob der Farbton nun perfekt ist oder nicht».

 

Selbstbewusstsein als Schönmacher

Umgekehrt falle ihr immer wieder auf, wie sich kaum jemand Gedanken mache über Basistöne wie Schwarz, Grau oder Beige, sagt die Buchautorin: «Gerade Menschen, die in einem Büro mit Dresscode arbeiten, sollten wissen, worin sie am besten wirken.» Ein – ehrlicher! – Spiegeltest sei in diesem Fall unumgänglich.

  «Grundsätzlich gilt, dass Schwarz die Gesichtszüge akzentuiert, während ein helles Grau oder Beige sie weicher macht.»

Personen, die hinsichtlich Alterserscheinungen wie Falten eher empfindlich reagieren, sollten sich diese Regeln darum merken. Es bleibt die Frage, was zu tun ist, wenn man sich in ein Kleidungsstück verliebt hat, das nicht unbedingt mit dem eigenen Haut- und Haarton harmoniert? «Trotzdem tragen!», findet Blansjaar. «Denn wer sich in einem Outfit wohl fühlt, strahlt ein gesundes Selbstbewusstsein aus, das automatisch schön macht.» Mit Accessoires, wie z. B. einem Foulard, kann man sich auch leicht einen frischen Teint zaubern. Wer mehr über die Farbtypen erfahren oder sich beraten lassen möchte, findet bei erfahrenen Farb- und Stilberatern oder in Fachgeschäften genauere Auskunft. Wichtig ist schlussendlich, dass man sich in seinen Kleidern wohl fühlt, denn damit ist eine positive Ausstrahlung garantiert!

 

Der kleine Farbentest

  • Höre auf deine eigene Intuition. Wenn du dich wohl fühlst, dann passt es auch
  • Probiere es einfach aus. Experimentiere und halte das gute Stück an dein Gesicht und beobachte, was mit dem Gesichtsausdruck passiert. Wirkt deine Haut fahler, unruhiger oder siehst du frischer aus?
  • Hole dir bei Zweifel eine Zweitmeinung durch eine vertraute Person
  • Achte auf die Lichtverhältnisse. Am besten ist es, die Farben draussen bei Tageslicht an das ungeschminkte Gesicht zu halten. In künstlichem Licht, wie es in Umkleidekabinen der Fall ist, kannst du das Teil einfach an deinen Unterarm halten. Da erkennst du, ob es passt.

 

Gut zu wissen

Auch wenn Trends zu starken Farben wie Pink, Orange oder Gelb tendieren. Es sollten in der Regel nur drei Farben pro Outfit kombiniert werden, ansonsten kann der Look zu unruhig wirken. Im Zweifelsfalle setzt du lieber auf Pastell oder Crèmeweiss.

 

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