Sommer

Sommerhitze: die Schattenseiten der Sonne und Hitze

Sommerhitze: jetzt wird’s heiss!

Blog-Beitrag von in-online.ch

Zu einem richtigen Sommer gehören viel Sonne und hohe Temperaturen. Worauf muss man achten, um auch an Hitzetagen einen kühlen Kopf zu bewahren? Und was kann man bei Hitzeschäden tun?

Jetzt klettert das Thermometer wieder in die Höhe und es herrscht perfektes Badewetter. Nicht zur Freude aller, denn bei Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen kann grosse Hitze die bestehenden Gesundheitsprobleme verstärken. Gesunden Menschen machen hohe Temperaturen aber nichts aus – sofern sie sich an einige Regeln halten: genügend trinken, leichte Mahlzeiten, luftige Kleidung, einen guten Sonnenschutz sowie einen Hut, keinen Sport über die Mittagszeit und, wann immer möglich, sich im Schatten aufhalten – das gilt erst recht für ältere Menschen und Kinder. Befolgt man diese einfachen Verhaltensmassnahmen nicht, kann es zu Kreislaufproblemen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen kommen. In seltenen Fällen kann die Hitze auch ernsthafte Probleme verursachen.

 

Sonnenbrand

Ein Zuviel an Sonne auf ungeschützte Haut führt zu Verbrennungen verschiedenen Grades.

Symptome: Schmerzhafte Rötung, evtl. Blasenbildung.

Erste Hilfe: Kühlung der Haut mit nassen Umschlägen oder essigsaurer Tonerde, bei Blasenbildung Hautarzt konsultieren.

 

Sonnenstich

Intensive Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf kann die Gehirnhäute reizen und die Blutgefässe im Kopf erweitern.

Symptome: Roter, heisser Kopf, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinstrübung.

Erste Hilfe: Sofort in den Schatten, mit dem Oberkörper leicht nach oben legen, Kopf mit kalten Umschlägen kühlen.

 

Hitzekrampf

Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel bei schwerer Arbeit oder intensivem Sport unter hohen Temperaturen können zu einem Hitzekrampf führen.

Symptome: Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Übelkeit.

Erste Hilfe: Ausruhen im Schatten, viel trinken, Mineralstoffe ersetzen, beispielsweise mit isotonischen Getränken.

 

Hitzekollaps oder Hitze-Erschöpfung

Durch zu viel Wärmebelastung kommt es zu einem Kreislaufversagen. Körperliche Anstrengung verschärft das Problem.

Symptome: Blasse, feuchte, kühle Haut, beschleunigter Puls, Schwächegefühl, evtl. kurze Bewusstlosigkeit.

Erste Hilfe: Patient in den Schatten bringen, Beine hoch lagern, salzhaltige Getränke für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt geben. Elektrolyte sind Salze, die unter anderem den Flüssigkeitshaushalt im Körper regeln. Sie können vom Körper nicht selbst gebildet werden, sondern müssen in ausreichender Menge zugeführt werden.

 

Hitzschlag

Der Hitzschlag ist die schwerste Form des Hitzeschadens und entsteht durch grosse Wärmezufuhr, verbunden mit einem Wärmestau im Körper. Es tritt eine Erhöhung der Körpertemperatur auf, die lebensbedrohlich sein kann.

Symptome: Heisse, trockene Haut, hochroter Kopf, evtl. Bewusstlosigkeit.

Erste Hilfe: Patient muss abgekühlt werden, beispielsweise mit kalten Umschlägen oder durch Einreiben mit Eiswürfeln. Notarzt rufen (Nr. 144 / für Europa 112)!

 

So kommen Kinder gesund durch die heisse Jahreszeit

Säuglinge und Kleinkinder können sich weniger gut an hohe Temperaturen anpassen als Erwachsene. Bei den Kleinen sollte man deshalb auf Folgendes achten:

  • Hauttemperatur bei Säuglingen und Kleinkindern regelmässig prüfen, bei Bedarf sanft kühlen (lauwarme Dusche, feuchte Tücher).
  • Viel trinken lassen: Kinder stündlich auffordern, ein kleines Glas zu trinken.
  • Frisches, kühles, leichtes Essen auftischen (zum Beispiel Melonen, Gurken, Früchte). Genug Salz!
  • Im Freibad und am Strand die Kleinen vor Hitze und direkter Sonnenstrahlung schützen mit Kleidern, Hut, Aufenthalt im Schatten, Sonnencreme.
  • Kinder in Wäldern und Parks mit dichtem Baumbestand spielen lassen, dort sind die Temperaturen erträglicher und die Ozonwerte tiefer.
  • Kranke Kinder: Durchfall trocknet den Körper sehr rasch aus. Auf Ermattung, Müdigkeit, trockene Haut und Lippen achten. Lieber zu früh als zu spät zum Arzt gehen. Für Kinder mit Asthma und anderen chronischen Krankheiten sollten besondere Massnahmen mit dem Hausarzt oder der Hausärztin abgesprochen werden.

Da können sich Eltern informieren: Praktische Tipps für den Umgang mit der Hitze bei Kindern gibt es auf dem Informationsblatt «Schutz bei Hitzewelle» des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und des Bundesamts für Umwelt (BAFU). www.hitzewelle.ch