Manieren bei Tisch

Tischmanieren: So isst man stilvoll

Alles, was Sie über Tischmanieren wissen sollten

Blog-Beitrag von in-online.ch / Autorin: Katrin Roth – sonrisa.ch

Als Britney Spears 2007 im Nobelhotel Chateau Marmont die bestellten Speisen nicht verzehrte, sondern grossflächig auf ihrem Gesicht verteilte, war Schluss mit lustig. Das Hotelmanagement sprach ein Hausverbot aus – und stellte damit klar, dass sich auch Superstars beim Essen an gewisse BenimmRegeln zu halten haben. «Tischmanieren» ist der Überbegriff für Vorschriften, die gemäss Knigge.de «den gemeinsamen Verzehr von Speisen für alle Beteiligten zu einem Vergnügen machen sollen». Bloss: Was genau ist darunter zu verstehen? 

 

Besteck-Kunde

Auf der Homepage der Firma Künzle Organisation, die verschiedene Benimm-Kurse anbietet, findet man klare Anleitungen zum Umgang mit Besteck & Co.: Das Besteck ist von aussen nach innen zu benutzen, «mit dem äussersten Besteck fängt man an und arbeitet sich dann Gang für Gang nach innen». Einmal benutztes Besteck sollte überdies die Tischdecke nicht mehr berühren und bei einer Esspause wird das Besteck im Teller gekreuzt. Weiter erklären die Profis: «Nach Beendigung des Essens werden Messer und Gabel parallel (Messer über der Gabel) auf die untere rechte Seite des Tellers mit den Griffen nach rechts unten abgelegt.» Ebenfalls wichtig: «Die Serviette wird im Restaurant nach der Bestellung auf den Schoss gelegt. Bei privaten Einladungen gilt: Die Gastgeber legen die Serviette zuerst auf den Schoss, der Gast folgt dem Beispiel. Die Serviette wird nach dem Essen leicht zusammengefaltet links vom Teller platziert.» 

 

Haltung zeigen

Knigge-Trainerin Lucia Bleuler kennt diese Regeln natürlich alle. Für sie spielt neben dem richtigen Umgang mit dem Besteck vor allem eine gute Haltung am Tisch eine zentrale Rolle, wie sie unlängst in einem Interview sagte. «Die Haltung sollte natürlich und respektvoll sein.» Also weder zu steif noch zu locker, die Ellenbogen nicht auf den Tisch gestützt, die Hände bis zum Handgelenk auf dem Tisch und mit geradem Rücken. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, könnte man meinen. Tatsächlich haben aber viele Menschen Mühe mit den einfachsten Tisch-Regeln wie etwa mit sauberen Händen am Tisch zu erscheinen, gemeinsam anzufangen, nicht mit vollem Mund zu reden, nicht zu schlürfen, das Besteck zum Mund zu führen, das Handy in der Tasche zu lassen, das Glas am Stiel zu halten oder beim Apéro die Häppchen von einer Serviette zu essen. Diejenigen, die sich ihrer eigenen fehlenden Umgangsformen – oder der ihrer Kinder – bewusst sind, können einen Knigge-Kurs wie ihn Bleuler, Künzle oder andere Spezialisten anbieten, absolvieren. Denn Tischmanieren sind ein Kulturgut, das gepflegt werden sollte und im Übrigen viel mehr über einen Menschen aussagt als seine Kleidung oder sein beruflicher Status. 

Wie übrigens der französische Schriftsteller und Gastronom Jean Anthelme Brillat-Savarin sehr treffend anmerkte: «Sag mir, wie Du isst und ich sage Dir, was Du bist.» Weise Worte, über die sich Britney Spears vielleicht ein paar Gedanken machen sollte.  

Unsere Tipps für einen richtig gedeckten Tisch

Teller und Besteck: Bei festlichen Anlässen empfiehlt sich ein Platzteller als Platzhalter. Darauf werden die Teller für die jeweiligen Gänge in der entsprechenden Reihenfolge platziert. Das Besteck wird in der Reihenfolge des Menüs von aussen nach innen eingedeckt und benutzt. Das Messer und der Suppenlöffel befinden sich rechts vom Teller, die Gabeln liegen immer links.

Gläser: Die Gläser befinden sich oberhalb der Messer, ebenfalls in der Reihenfolge ihrer Benutzung. Ganz rechts aussen steht das Wasserglas, links daneben ein Weisswein- und dann ein Rotweinglas.

Servietten und Tischdecken: Gehören zu einem gepflegten Tisch dazu und sollten aus – gestärktem – Stoff bestehen. Man kann sie entweder hübsch gefaltet auf dem Teller drapieren oder links neben die linke Besteckreihe beziehungsweise auf den Brot-Teller legen.

 

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