Wände streichen

Top Tipps zum Wände selber streichen

 Wände streichen: Schritt für Schritt Anleitung

Blog-Beitrag von in-online.ch / Autorin: Steffi Hidber

Mit neuer Farbe an den Wänden wohnt es sich einfach schöner! Die gute Nachricht? Mit der richtigen Vorbereitung und gutem Material ist es gar nicht so schwer, ein Zimmer selbst zu streichen. So gelingt der neue Anstrich, Schritt für Schritt.

1. Vorbereitung

Die zu streichende Fläche ausmessen und die dafür notwendige Menge Farbe sowie benötigte Utensilien im Fachgeschäft oder Baumarkt besorgen. Neben Wandfarbe benötigen Sie: Malerkrepp, Malervlies oder Folie zum Abdecken von Boden und Möbeln, sowie geeignete Farbroller, Pinsel und eine Farbwanne.

Bei der Wahl der Farbe hilft es, zunächst ein Farbkonzept zu definieren: Generell vergrössern helle, kühle Farben den Raum optisch; warme, dunkle Farben verkleinern eher, wirken dafür behaglicher

Vor dem Streichen den Raum gründlich abstauben, die Wände abreiben und Löcher sauber verputzen. Ganz feine Risse können selbst verputzt werden; bei grösseren Rissen empfiehlt es sich, diese von einem Profi kitten zu lassen. Alle Möbel und Dekoration entweder aus dem Zimmer entfernen, oder in der Raummitte platzieren und mit Folie vor Farbspritzern schützen. Den gesamten Boden mit Vlies oder Folie auslegen.

 

2. Abkleben

Für ein schönes Farbresultat: Kanten an Sockeln, Fenster- und Türrahmen sowie Steckdosen und Lichtschalter möglichst genau abkleben. Dafür eignet sich Malerkrepp, es gibt aber in Baumärkten auch fertige Papierrollen mit selbstklebender Kante, die ebenfalls praktisch sind. Wer für einen besonders sauberen Anstrich Steckdosen und Lichtschalter entfernt, muss sicher sein, dass die Stromzufuhr unterbrochen ist.

 

3. Grundieren

Ob Sie die Fläche zuerst grundieren müssen, merken Sie, wenn Sie mit der Hand darüber streichen. Die Wand darf keine losen Teile aufweisen; rohes Mauerwerk muss vorher verputzt werden. Haben Sie kreideartige Abriebe an der Hand, oder hinterlässt ein feuchter Schwamm einen sichtbaren Fleck, braucht es einen Anstrich mit Tiefgrund – auch hier berät der Fachmann gerne. Die meisten Grundierungen sind sehr wässrig, sodass sie über Nacht trocknen müssen und man am nächsten Tag gleich malern kann.

 

4. Streichen

Nun geht es los! Beginnen Sie mit der Decke, damit allfällige Farbspritzer an den Wänden wieder entfernt werden können. Dann zuerst Ecken und Kanten an der Wand streichen (mit Flachpinsel oder kleiner Farbrolle). Die Farbe darf noch nass sein, wenn Sie mit den Flächen beginnen. Hierfür die Farbe mit einer breiten Rolle von unten nach oben auftragen, anschliessend horizontal darüber malern. Die einzelnen Bahnen dürfen sich jeweils um einige Zentimeter überlappen, so wird die Farbe gleichmässig. Zum Schluss die gestrichenen Flächen stets in derselben Richtung (von oben nach unten) abrollen. Zusammenhängende Flächen sollten immer «in einem Rutsch» gestrichen werden, also Wand für Wand arbeiten.

Muss die Arbeit unterbrochen werden, müssen Sie Pinsel und Rollen nicht gleich auswaschen: In etwas Frischhaltefolie eingepackt kann man sie sogar über Nacht stehen lassen.

Sind Sie mit der Deckkraft des Anstrichs nach dem Trocknen nicht zufrieden, können Sie einen zweiten, etwas dünneren Anstrich machen. Tipp: Lieber zweimal dünn streichen als einmal zu dick! Ist die Farbe getrocknet (meist nach 24 Stunden), entfernen Sie den Malerkrepp sorgfältig und freuen Sie sich über den neuen Anstrich!

 

Farb-Einmaleins: Tipps & Tricks zur Wahl der perfekten Farbe zum streichen

  • Werden Wände und Decken in hellen, kühlen Tönen gestrichen, wirkt der Raum grösser.
  • Bei in Richtung Norden liegende Zimmern sorgen wärmere Weisstöne (Creme) für mehr Behaglichkeit.
  • Dachschrägen und niedrige Decken wirken höher, wenn diese heller als die Wände gestrichen werden.
  • Im Eingangsbereich wirken warme und intensive Farben wie Braun oder Dunkelrot einladender.
  • Orange und Rot in Essbereich oder Küche wirken appetitfördernd und regen die Kommunikation an.
  • Für das Schlafzimmer eignen sich beruhigende Farben wie Blau oder Grün, im Arbeitsbereich erhöhen zarte Farbtöne oder Gelb die Konzentrationsfähigkeit.
  • Blau und Weiss wirken im Badezimmer sauber und frisch, Brauntöne wirken entspannend.